Diabetikerwarnhunde

Was ist ein Diabetikerwarnhund?

Ein Diabetikerwarnhund ist ein ganz besonderer Hund. Er ist ein Assistenzhund für  Menschen mit Diabetes Typ 1, die ihre Unterzuckerungen selbst nicht mehr bemerken.

Der Hund erkennt die Unterzuckerungen (Hypoglykämie) rechtzeitig und kann dann für seinen Menschen vielfältige Aufgaben übernehmen.


Was kann ein Diabetikerwarnhund?

Seine wichtigste Aufgabe ist es, die von ihm erkannte Unterzuckerung seinem Menschen durch erlernte Signale anzuzeigen.  Er kann das Blutzuckermessgerät, den Traubenzucker, das Telefon oder die Notfallspritze holen.

Er kann Licht anmachen, einen Notfallknopf betätigen oder,   bei einer schweren Hypoglykämie,  Hilfe holen.

Bei möglicherweise auftretenden Nebenerscheinungen einer Unterzuckerung, wie zum Beispiel Verwirrtheit oder Sehstörungen,  kann der Hund  seinen Menschen  nach Hause führen.

Türen öffnen ist genauso erlernbar, wie unzählige andere, auf die Bedürfnisse „seines“ Menschen  abgestimmte Dinge.

UND: Er wird der beste Freund des Diabetikers sein!

Bedenken Sie:

Der Diabetikerwarnhund ist ein Familienmitglied.

Er braucht Pflege, Zuwendung, Zeit und er kostet ständig Geld. Er ist eine Lebewesen und keine Maschine, die man ein-oder ausschalten kann und  er lebt für ca. 10-12 Jahre bei  Ihnen.

Statistiken zufolge kann ein richtig ausgebildeter Hund eine Erfolgsquote von ca. 90% erreichen. Er ersetzt niemals den Besuch beim  Arzt  oder das Messen des Blutzuckers!

Der Diabetikerwarnhund besitzt nicht denselben rechtlichen Status wie ein Blindenhund. Wir haben keinen Rechtsanspruch darauf, ihn überallhin mitnehmen zu dürfen. Erfahrungsgemäß kommt man uns aber  in der Öffentlichkeit weit entgegen.


Welche Voraussetzungen soll ein Hund mitbringen um all diese Aufgaben erfüllen zu können?

Ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen ist eine Grundvoraussetzung, da diese Hunde viel in der Öffentlichkeit auftreten.

Aggressive, ängstliche  oder mit Erbkrankheiten belastete Hunde sind  ungeeignet. Dagegen sollten sie belastbar und  lerneifrig sein, einen gesunden Spieltrieb mitbringen und ihrem Menschen gefallen wollen.

Fast alle Hunderassen sind geeignet.


Unterschied zum Blindenhund

Der größte Unterschied zum Blindenhund ist wohl,  dass die Krankenkassen die Kosten für seine Ausbildung nicht übernehmen. Daher sind viele Menschen, die solch einen Hund brauchen, auf Spenden angewiesen.